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Austragungsorte: Carona
Die erste Etappe des 2-giorni Ticino wird im Wald der Gemeinde Carona gelaufen. Das Laufgebiet liegt auf dem Arbostora-Berg zwischen Ciona, im Nordteil, und der Alpe Vicania am Südrand.
Carona, auch Künstlerdorf genannt, beherbergte in den vergangenen Jahrhunderten viele berühmte Architekten, Stukkateure, Handwerker, Bauführer und Künstler, welche später in ganz Europa zahlreiche Kirchen, Paläste und Monumente bauten und dekorierten. Das Dorf, das auf der östlichen Flanke des Monte Arbostora gelegen ist, hat seinen charakteristischen Stil behalten. Man findet immer noch zahlreiche Häuser mit den speziellen Dächern aus gerundeten Ziegeln (coppi), typische Tessiner-Rusticos und viele bemalene und dekorierte Fassaden der herrschaftlicheren Häuser.
Sehenswert ist vor allem die im 16. Jh. erbaute Pfarrkirche San Giorgio mit ihrer bemerkenswerten Freske. Auf dem Dorfplatz, neben der Kirche, befindet sich die Loggia Comunale. Mit ihren schmuckvollen Dekorationen ist sie das wertvollste Gebäude Caronas. Sie ist Zeuge der Geschicklichkeit ihrer ausgewanderten Arbeiter und Künstler, welche ihr Heimatdorf verlassen hatten. Heute noch ist Carona mit ihrer schönen Aussicht Inspiration für Maler und Bildhauer.
In der Region des Arbostora-Berges befinden sich ausser der Hauptkirche auch die Wallfahrtskirche Madonna d’Ongero, ein ehemaliges Kloster Santa Maria di Torello und die Kirche Santa Marta. Alle diese Gebäude befinden sich im Wald. Im September pilgern die Gläubigen der Collina d’Oro nach Madonna d’Ongero.
Carona besitzt weitere Sehenswürdigkeiten: ein grosses Freiluft-Schwimmbad mit schöner Parkanlage und den Botanik-Park San Grato, mit der grössten und vielfältigsten Sammlung von Azaleen, Rhododendren und Nadelbäumen der gesamten insubrischen Region. In der Blütezeit, gegen Ende Mai, wird der Park Ziel von Scharen von Besuchern.
Carona bietet viele Möglichkeiten zum Wandern: von Ciona aus, durch den Wald, schlängelt sich der Wanderweg hinauf bis zum S. Salvatore, wo das Panorama vom See, über die verschneiten Berge bis zur Po-Ebene reicht. Richtung Süden erreicht man zu Fuss, über die Alpe Vicania und die unzähligen Stufen, das Castello di Morcote welches oberhalb des ehemaligen Fischerdorfes Morcote liegt.
Ausführliche Notizen über die Kulturschätze von Carona findet man in Guida d’arte della Svizzera italiana, (autori vari), Bellinzona 2007.
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